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Brauche ich noch eine Website? Warum Social Media allein nicht reicht

03. Februar 2026·9 Min. Lesezeit·Emre Soysal
Website vs Social MediaOnline-PräsenzDigitale Strategie

"Ich brauch keine Website, ich hab Instagram." — Diesen Satz höre ich regelmäßig. Von Friseuren, Fotografen, Coaches, Handwerkern, Gastronomen. Und ich verstehe den Gedanken dahinter: Social Media ist kostenlos, du erreichst Leute direkt, und es funktioniert ja irgendwie.

Aber "irgendwie funktionieren" ist nicht dasselbe wie "gut funktionieren". Und genau darum geht es in diesem Artikel. Ich werde dir ehrlich erklären, warum Social Media allein keine solide Online-Strategie ist — und warum du trotzdem eine eigene Website brauchst. Keine Verkaufsmasche, sondern Fakten.

Miete vs. Eigentum: Wem gehört dein Online-Auftritt?

Stell dir vor, du baust dein Geschäft in einem gemieteten Laden auf. Die Miete ist günstig, die Lage gut, du investierst in die Einrichtung. Alles läuft prima — bis der Vermieter eines Tages die Miete verdoppelt, die Öffnungszeiten vorschreibt oder dir ohne Vorwarnung kündigt.

Genau das ist die Situation mit Social Media. Du baust deine gesamte Online-Präsenz auf fremdem Boden auf.

Was das konkret bedeutet

  • Algorithmus-Änderungen: Instagram, Facebook und TikTok ändern regelmäßig ihre Algorithmen. Plötzlich sehen nur noch 5% deiner Follower deine Posts — statt vorher 30%. Das ist kein hypothetisches Szenario. Das passiert ständig.
  • Account-Sperrungen: Accounts werden gesperrt, gehackt oder versehentlich gelöscht. Ohne Vorwarnung. Und der Support ist oft nicht erreichbar. Es gibt Unternehmer, die über Nacht tausende Follower und damit ihren gesamten Kundenzugang verloren haben.
  • Plattform-Regeln: Die Plattform bestimmt, was du posten darfst, wie deine Inhalte dargestellt werden und welche Funktionen du nutzen kannst. Du bist Gast — kein Eigentümer.

Deine Website gehört dir. Die Domain ist auf deinen Namen registriert, die Inhalte liegen auf deinem Server, und niemand kann dir von heute auf morgen den Zugang entziehen. Das ist der Unterschied zwischen Miete und Eigentum.

Google findet deine Instagram-Posts nicht

Wenn jemand "Friseur Frankfurt" oder "Fotograf Darmstadt" googelt — was erscheint? Websites. Google-My-Business-Einträge. Branchenverzeichnisse. Was erscheint nicht? Einzelne Instagram-Posts.

So funktioniert lokale Suche

Über 80% der Menschen suchen online nach lokalen Dienstleistungen, bevor sie eine Entscheidung treffen. Und die meisten nutzen dafür Google. Der typische Ablauf:

  1. Jemand sucht "Webdesigner in meiner Nähe" oder "Schreiner Offenbach"
  2. Google zeigt Ergebnisse: Websites, Google Maps, Bewertungen
  3. Der Suchende klickt auf die ersten 3-5 Ergebnisse
  4. Er vergleicht, liest sich ein, und nimmt Kontakt auf

Wenn du keine Website hast, existierst du in diesem gesamten Prozess nicht. Dein Instagram-Profil taucht in den Google-Suchergebnissen bestenfalls als Profil-Link auf — ohne Kontext, ohne Beschreibung deiner Leistungen, ohne lokalen Bezug.

Google My Business braucht eine Website

Dein Google-My-Business-Eintrag — das ist der Kasten mit Karte, Bewertungen und Kontaktdaten, der bei lokalen Suchen erscheint — funktioniert am besten mit einer verknüpften Website. Ohne Website fehlt Google die Möglichkeit, dein Angebot inhaltlich einzuordnen. Dein Eintrag bleibt dünn, und du verlierst Sichtbarkeit an Konkurrenten, die eine Website haben.

Mehr darüber, wie eine gute Website-Struktur dein Ranking verbessert, findest du in meinem Artikel über häufige Website-Fehler.

Professionelle Wirkung: Kunden erwarten eine Website

Lass uns mal ehrlich sein: Wenn du einen Handwerker beauftragen willst und findest nur ein Instagram-Profil ohne Website — wie seriös wirkt das auf dich?

Was fehlt ohne Website

  • Kein Impressum: In Deutschland gesetzlich vorgeschrieben für geschäftliche Online-Auftritte. Auf Instagram hast du keinen ordentlichen Platz dafür.
  • Keine Datenschutzerklärung: Ebenfalls Pflicht. Auf Social Media kaum vernünftig umsetzbar.
  • Keine professionelle E-Mail-Adresse: info@dein-unternehmen.de wirkt anders als deinunternehmen2024@gmail.com.
  • Kein strukturiertes Leistungsangebot: Auf Instagram musst du deine Leistungen in eine Bio mit 150 Zeichen quetschen. Auf einer Website kannst du sie ausführlich und übersichtlich darstellen.
  • Keine Kundenstimmen mit Kontext: Auf Instagram sind Bewertungen in den Kommentaren verstreut. Auf einer Website kannst du Testimonials gezielt platzieren.

Vertrauen ist die Währung im Internet

Bevor jemand bei dir kauft oder bucht, muss er dir vertrauen. Und Vertrauen entsteht durch Professionalität. Eine eigene Website mit klarer Struktur, Über-mich-Seite, Referenzen und transparenten Leistungen — das vermittelt: Hier arbeitet jemand, der sein Geschäft ernst nimmt.

Wenn du wissen willst, worauf es bei einer professionellen Website konkret ankommt, lies meinen Artikel Website erstellen lassen: Worauf achten?.

24/7 Vertrieb: Deine Website arbeitet, während du schläfst

Ein Instagram-Post hat eine durchschnittliche Lebensdauer von 24-48 Stunden. Danach ist er im Feed verschwunden. Eine Story? 24 Stunden, dann weg. Du musst ständig neuen Content produzieren, nur um sichtbar zu bleiben.

Die Content-Tretmühle

Social Media ist wie ein Hamsterrad: Du musst ständig rennen, um auf der Stelle zu bleiben. Jeden Tag posten, Reels drehen, Stories machen, auf Kommentare antworten, Trends verfolgen. Das kostet Zeit — und Zeit ist Geld.

Deine Website hingegen arbeitet passiv für dich:

  • Suchmaschinenoptimierte Seiten werden gefunden, wenn jemand aktiv nach deiner Leistung sucht — egal ob um 3 Uhr nachts oder am Sonntagmorgen.
  • Blog-Artikel ranken monatelang oder sogar jahrelang für relevante Suchbegriffe.
  • Deine Leistungsseite erklärt potenziellen Kunden rund um die Uhr, was du anbietest und warum sie dich buchen sollten.
  • Kontaktformulare nehmen Anfragen entgegen, auch wenn du gerade im Urlaub bist.

Das bedeutet nicht, dass du keinen Content mehr erstellen sollst. Aber der Content auf deiner Website hat eine deutlich längere Halbwertszeit als Social-Media-Posts.

Keine volle Kontrolle über deine Darstellung

Auf Instagram bestimmt Instagram, wie dein Profil aussieht. Die Profilbild-Größe, das Raster-Layout, die Story-Darstellung, die Reihenfolge der Beiträge — alles vorgegeben. Du hast exakt null Einfluss auf das Design.

Was du auf deiner Website selbst bestimmen kannst

  • Farben, Schriften, Layout — alles passend zu deiner Marke
  • Die Reihenfolge der Informationen — du entscheidest, was Besucher als Erstes sehen
  • Wie du deine Arbeit präsentierst — Vollbild-Fotos, Vorher-Nachher-Slider, Video-Einbettungen, alles ist möglich
  • Welche Handlungsaufforderungen wo stehen — ein "Jetzt anfragen"-Button genau dort, wo der Besucher bereit ist
  • Die User Experience — wie sich deine Seite anfühlt, wie schnell sie lädt, wie die Navigation funktioniert

Deine Website ist wie dein Schaufenster. Auf Social Media bist du ein Bild in einer endlosen Galerie.

Website vs. Social Media: Der direkte Vergleich

Hier eine ehrliche Gegenüberstellung, damit du die Unterschiede auf einen Blick siehst:

KriteriumWebsiteSocial Media
KontrolleVolle Kontrolle über Design, Inhalte, FunktionenPlattform bestimmt Layout und Regeln
SEO / Google-SichtbarkeitKann für Suchbegriffe optimiert werdenKaum Google-Sichtbarkeit für einzelne Posts
ProfessionalitätImpressum, Datenschutz, eigene DomainWirkt ohne Website oft unseriös
ReichweiteOrganisch über Google, langfristig aufbauendAbhängig vom Algorithmus, kurzfristig
Langlebigkeit der InhalteBlog-Artikel ranken monate- bis jahrelangPosts verschwinden nach 24-48 Stunden im Feed
KostenEinmalige Investition + geringe laufende KostenKostenlos nutzbar, aber hoher Zeitaufwand
EigentumDir gehört alles — Domain, Inhalte, DatenDu bist Gast auf fremder Plattform
ConversionOptimierbar mit CTAs, Formularen, LandingpagesEingeschränkt (Link in Bio, DMs)

Die Tabelle zeigt: Es geht nicht darum, was "besser" ist. Beide Kanäle haben Stärken. Aber Social Media ohne Website ist wie ein Megafon ohne Laden — du kannst laut sein, aber die Leute wissen nicht, wohin sie gehen sollen.

Die beste Lösung: Beides zusammen

Ich sage nicht: Lösch deinen Instagram-Account. Im Gegenteil. Die stärkste Strategie ist die Kombination aus beidem.

Website als Hub, Social Media als Verstärker

So sieht das in der Praxis aus:

  1. Deine Website ist die Homebase. Hier stehen alle wichtigen Informationen: Leistungen, Preise, Referenzen, Kontaktmöglichkeiten, Blog-Inhalte.
  2. Dein Social-Media-Profil zeigt Einblicke hinter die Kulissen, aktuelle Projekte, kurze Tipps — und verlinkt auf deine Website, wenn es in die Tiefe gehen soll.
  3. Wenn jemand auf Social Media auf dich aufmerksam wird, klickt er auf den Link in deiner Bio — und landet auf deiner Website. Dort kann er sich in Ruhe informieren, Vertrauen aufbauen und Kontakt aufnehmen.
  4. Wenn jemand dich googelt, findet er deine Website. Von dort kann er zu deinen Social-Media-Kanälen wechseln, um ein persönlicheres Bild zu bekommen.

Konkretes Beispiel

Stell dir vor, du bist Fotografin in Frankfurt:

  • Auf Instagram postest du deine neuesten Shootings, Behind-the-Scenes-Stories und Kunden-Reaktionen. Das schafft Nähe und zeigt deine Persönlichkeit.
  • Auf deiner Website stehen dein vollständiges Portfolio, die Preispakete, eine Über-mich-Seite, Kundenstimmen und ein Kontaktformular. Hier wird aus dem Interesse eine Buchung.
  • In deinem Blog schreibst du Artikel wie "Was ziehe ich zum Shooting an?" oder "5 Tipps für natürliche Familienfotos". Diese Artikel werden über Google gefunden und bringen neue Besucher — Monate nach der Veröffentlichung.

So ergänzen sich die Kanäle gegenseitig, statt dass einer den anderen ersetzt.

Was eine Website dich kostet — und was sie dir bringt

Ein häufiges Argument gegen eine Website: "Das ist mir zu teuer." Verständlich. Aber lass uns die Zahlen anschauen.

Eine solide Einstiegs-Website kostet zwischen 1.500 und 3.000 Euro. Laufende Kosten: etwa 10-30 Euro im Monat für Hosting und Domain. Das sind weniger als 1 Euro pro Tag.

Jetzt die Gegenfrage: Was kostet es dich, keine Website zu haben?

  • Verlorene Kunden, die dich bei Google nicht finden
  • Verlorenes Vertrauen, weil du keinen professionellen Online-Auftritt hast
  • Verlorene Zeit, weil du Informationen über DMs erklären musst, die auf einer Website stehen könnten
  • Abhängigkeit von Plattformen, die ihre Regeln jederzeit ändern können

Die Website amortisiert sich oft durch einen einzigen gewonnenen Kunden. Wenn du als Handwerker einen Auftrag über 5.000 Euro bekommst, weil jemand dich bei Google gefunden hat — dann hat sich die Website-Investition mit dem ersten Auftrag bezahlt gemacht.

Wann Social Media allein vielleicht reicht

Ich will fair sein. Es gibt Situationen, in denen Social Media ohne Website funktionieren kann:

  • Du bist Hobby-Verkäufer ohne gewerbliche Absicht
  • Du verkaufst ausschließlich über Marktplätze wie Etsy oder Amazon
  • Du bist Influencer, dessen Geschäftsmodell die Plattform selbst ist
  • Du testest eine Geschäftsidee und willst erstmal validieren, ob Nachfrage besteht

Für alle anderen — Selbstständige, Freiberufler, kleine und mittlere Unternehmen — gilt: Eine eigene Website ist kein Luxus. Sie ist die Basis.

Fazit: Social Media ist das Megafon, die Website ist der Laden

Die Frage "Brauche ich noch eine Website?" hat eine klare Antwort: Ja. Nicht weil Social Media schlecht ist, sondern weil es allein nicht ausreicht.

Deine Website ist dein digitales Zuhause — der eine Ort im Internet, der dir gehört, den du kontrollierst und der für dich arbeitet. Social Media ist der Verstärker, der Menschen dorthin bringt.

Die stärkste Online-Präsenz entsteht, wenn beides zusammenspielt: Eine professionelle Website als solides Fundament und Social Media als Kanal, um Reichweite aufzubauen und Persönlichkeit zu zeigen.

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