Deine Website ist online, sieht gut aus — aber die Besucher verschwinden so schnell, wie sie gekommen sind? Das frustriert. Du hast Zeit und Geld investiert, aber die Conversion-Zahlen sind ernüchternd.
Die gute Nachricht: In den meisten Fällen sind es die gleichen 5 Fehler, die Besucher vertreiben. Und die gute Nachricht ist: Sie lassen sich alle beheben. In diesem Artikel zeige ich dir, welche Website-Fehler deine Besucher vergraulen — und was du konkret dagegen tun kannst.
1. Langsame Ladezeiten: Der unsichtbare Conversion-Killer
Das Problem: Deine Website lädt zu langsam. Besucher warten 5, 6, 7 Sekunden — dann sind sie weg.
Die Zahlen sind brutal: 53% der mobilen Nutzer verlassen eine Website, wenn sie länger als 3 Sekunden lädt. Jede zusätzliche Sekunde Ladezeit kostet dich durchschnittlich 7% Conversion-Rate. Das bedeutet: Wenn deine Website 6 Sekunden statt 3 Sekunden lädt, verlierst du mehr als 20% deiner potentiellen Kunden.
Wie erkennst du es?
Öffne deine Website auf dem Smartphone — aber nicht im WLAN, sondern mit mobilen Daten. Fühlt es sich langsam an? Dann hast du ein Problem.
Professioneller Test: Nutze Google PageSpeed Insights. Gib deine URL ein und schau dir die Ergebnisse an. Besonders wichtig sind die Core Web Vitals:
- LCP (Largest Contentful Paint): Sollte unter 2,5 Sekunden liegen
- FID (First Input Delay): Sollte unter 100ms liegen
- CLS (Cumulative Layout Shift): Sollte unter 0,1 liegen
Wenn einer dieser Werte im roten oder gelben Bereich ist, verlierst du täglich Kunden.
Wie behebst du es?
1. Bilder optimieren: Das ist der Hauptgrund für langsame Websites. Bilder sollten komprimiert und im modernen WebP-Format ausgeliefert werden. Eine 3 MB große JPG-Datei kannst du auf 200 KB runterrechnen — ohne sichtbaren Qualitätsverlust.
2. Lazy Loading aktivieren: Bilder werden erst geladen, wenn sie im sichtbaren Bereich sind. Das spart enorm viel Ladezeit.
3. Hosting upgraden: Billig-Hosting für 3 €/Monat bedeutet langsame Server. Investiere in vernünftiges Hosting — das kostet 10-20 €/Monat und macht einen riesigen Unterschied.
4. Code aufräumen: Entferne ungenutztes JavaScript und CSS. Viele Websites laden dutzende Skripte, die gar nicht gebraucht werden.
5. Caching einrichten: Browser-Caching sorgt dafür, dass wiederkehrende Besucher die Seite deutlich schneller laden.
Bei meinen Website-Projekten ist Performance-Optimierung immer inklusive. Eine schnelle Website ist kein Luxus — sie ist ein Muss.
2. Nicht mobile-optimiert: Du verlierst 60% deiner Besucher
Das Problem: Deine Website sieht auf dem Desktop großartig aus — aber auf dem Smartphone ist sie kaum nutzbar. Texte sind zu klein, Buttons lassen sich nicht treffen, man muss horizontal scrollen.
Die Realität ist: Über 60% aller Website-Besucher kommen vom Smartphone. Wenn deine Website dort nicht funktioniert, verlierst du mehr als die Hälfte deiner potentiellen Kunden. Und es wird noch schlimmer: Google nutzt Mobile-First-Indexing — das bedeutet, die mobile Version deiner Website entscheidet über dein Ranking.
Wie erkennst du es?
Öffne deine Website auf deinem Smartphone. Ist alles gut lesbar? Lassen sich alle Buttons problemlos antippen? Musst du zoomen oder horizontal scrollen? Wenn ja — du hast ein Problem.
Professioneller Test: Nutze Googles Mobile-Friendly Test. Wenn das Ergebnis "Nicht für Mobilgeräte optimiert" ist, verlierst du täglich Umsatz.
Wie behebst du es?
1. Responsive Design ist Pflicht: Deine Website muss sich automatisch an jede Bildschirmgröße anpassen — von großen Desktop-Monitoren bis zu kleinen Smartphone-Displays.
2. Touch-optimierte Buttons: Buttons sollten mindestens 44×44 Pixel groß sein — sonst lassen sie sich auf Touch-Displays nicht gut treffen.
3. Lesbare Schriftgrößen: Text sollte mindestens 16px groß sein. Niemand will auf dem Handy zoomen müssen, um deine Inhalte zu lesen.
4. Navigation vereinfachen: Das Desktop-Menü mit 10 Punkten funktioniert mobil nicht. Nutze ein Hamburger-Menü oder eine vereinfachte Navigation.
5. Formulare optimieren: Mobile Formulare sollten möglichst wenige Felder haben und das richtige Tastatur-Layout anzeigen (z.B. Nummernblock für Telefonnummern).
Keine Ausreden: Heute gibt es keinen Grund mehr für eine nicht mobile-optimierte Website. Es ist Standard — nicht optional.
3. Unklare Navigation: Besucher finden nicht, was sie suchen
Das Problem: Ein Besucher landet auf deiner Website — und weiß nicht, wo er als nächstes klicken soll. Die Navigation ist überladen, verwirrend oder inkonsistent. Nach 10 Sekunden frustriertem Herumklicken ist er weg.
Die 3-Klick-Regel besagt: Jede wichtige Information sollte innerhalb von 3 Klicks erreichbar sein. Wenn Besucher länger suchen müssen, springen sie ab. Und das passiert öfter als du denkst — laut Studien verlassen 38% der Besucher eine Website wegen schlechter Navigation.
Wie erkennst du es?
Zeige deine Website einem Freund oder Kollegen, der sie noch nie gesehen hat. Gib ihm eine einfache Aufgabe: "Finde heraus, wie viel unsere Dienstleistung XY kostet." Braucht er länger als 30 Sekunden? Dann ist deine Navigation zu kompliziert.
Weitere Warnsignale:
- Menüpunkte mit unklaren Bezeichnungen ("Solutions", "Synergies")
- Zu viele Menüpunkte (mehr als 7-8 auf Desktop-Ebene)
- Versteckte oder unerwartete Navigation
- Inkonsistente Struktur (mal oben, mal seitlich, mal gar nicht)
Wie behebst du es?
1. Klare, verständliche Bezeichnungen: Nenn die Dinge beim Namen. "Leistungen" statt "Solutions". "Über uns" statt "Our Story". "Kontakt" statt "Get in Touch".
2. Logische Struktur: Hauptnavigation sollte die wichtigsten Seiten enthalten — typischerweise: Home, Leistungen, Über uns, Portfolio/Referenzen, Blog, Kontakt.
3. Konsistente Platzierung: Die Navigation sollte auf jeder Seite am gleichen Platz sein — idealerweise oben (Header) und/oder am Ende (Footer).
4. Visuelle Hierarchie: Wichtigere Punkte sollten prominenter dargestellt werden. Der Call-to-Action ("Jetzt anfragen") darf auffälliger sein als "Impressum".
5. Breadcrumbs für tiefe Strukturen: Bei Websites mit vielen Unterseiten helfen Breadcrumbs (z.B. "Home > Leistungen > Webdesign") bei der Orientierung.
6. Suchfunktion bei vielen Inhalten: Wenn du einen großen Blog oder viele Produkte hast, ist eine Suchfunktion Gold wert.
Bei meinen Website-Projekten ist die Konzeptphase entscheidend — wir entwickeln zusammen eine klare Struktur, bevor auch nur ein Pixel designt wird. Denn eine schöne Website mit schlechter Navigation ist nutzlos.
4. Kein klarer Call-to-Action: Was soll der Besucher jetzt tun?
Das Problem: Ein Besucher ist auf deiner Website, findet die Infos interessant — aber dann? Was soll er jetzt tun? Es gibt keinen klaren nächsten Schritt. Kein Button, keine Aufforderung, keine klare Handlungsanweisung. Also tut er: nichts. Er verlässt die Website.
Jede Seite braucht ein Ziel. Und der Besucher muss sofort verstehen, was du von ihm möchtest. Willst du, dass er dich kontaktiert? Dass er sich in deinen Newsletter einträgt? Dass er ein Produkt kauft? Dann sag es ihm — klar und deutlich.
Wie erkennst du es?
Öffne jede Seite deiner Website und frag dich: "Was soll der Besucher hier tun?" Wenn du länger als 3 Sekunden überlegen musst — dann weiß es der Besucher erst recht nicht.
Weitere Warnsignale:
- Keine auffälligen Buttons oder Links
- Zu viele CTAs (5 Buttons, alle gleich prominent)
- Unklare Formulierungen ("Mehr erfahren" — worüber?)
- CTAs versteckt am Ende einer langen Seite
Wie behebst du es?
1. Ein Hauptziel pro Seite: Was ist das EINE, was der Besucher auf dieser Seite tun soll? Das ist dein primärer Call-to-Action.
2. Auffällige Gestaltung: Dein CTA-Button sollte sich visuell abheben — andere Farbe, größer, prominent platziert. Er sollte sofort ins Auge fallen.
3. Klare Formulierung: "Jetzt kostenloses Erstgespräch vereinbaren" ist besser als "Kontakt". "Angebot anfordern" ist besser als "Mehr erfahren".
4. Above the fold: Der wichtigste CTA sollte im sichtbaren Bereich sein — ohne scrollen. Das nennt man "above the fold".
5. Mehrfach wiederholen: Auf längeren Seiten (z.B. Service-Seiten oder Landing Pages) darf der CTA ruhig mehrfach auftauchen — am Anfang, in der Mitte, am Ende.
6. Vertrauen schaffen: Neben dem CTA kannst du Vertrauenssignale platzieren: "Kostenlos & unverbindlich", "Antwort innerhalb 24h", Kundenbewertungen.
Beispiele für klare CTAs:
- Startseite: "Kostenloses Erstgespräch vereinbaren"
- Leistungsseite: "Jetzt Angebot anfragen"
- Blog-Artikel: "Ähnliche Artikel lesen" oder "Newsletter abonnieren"
- Portfolio: "Ähnliches Projekt anfragen"
Schau dir meine Portfolio-Seite oder Leistungsseite an — auf jeder Seite ist klar, was der nächste Schritt ist.
5. Fehlende SEO-Grundlagen: Google findet dich nicht
Das Problem: Deine Website ist online, sieht gut aus, funktioniert technisch — aber niemand findet sie. Du rankst auf Seite 5 bei Google. Das bedeutet: praktisch unsichtbar.
Die traurige Wahrheit: 75% der Nutzer klicken nie auf Seite 2 der Google-Suchergebnisse. Wenn du nicht auf Seite 1 bist, existierst du für die meisten potentiellen Kunden nicht.
Viele Website-Besitzer denken: "Die Website sieht gut aus, das reicht doch." Nein — Design allein bringt keine Besucher. Du brauchst SEO-Grundlagen, damit Google versteht, worum es auf deiner Website geht, und sie für relevante Suchanfragen anzeigt.
Wie erkennst du es?
1. Google dich selbst: Such nach deinen wichtigsten Keywords + deiner Stadt (z.B. "Webdesign München"). Tauchst du auf Seite 1 auf? Nein? Dann hast du ein SEO-Problem.
2. Prüfe deine Meta-Tags: Rechtsklick auf deine Seite → "Seitenquelltext anzeigen". Such nach <title> und <meta name="description">. Sind sie aussagekräftig? Oder siehst du nur "Startseite" und "Willkommen"?
3. Google Search Console: Richte die Google Search Console ein. Dort siehst du, für welche Keywords du gefunden wirst (oder eben nicht).
Wie behebst du es?
1. Keyword-Recherche: Welche Begriffe suchen deine potentiellen Kunden? Tools wie Google Keyword Planner, Ubersuggest oder Ahrefs helfen dir dabei. Fokussiere dich auf 3-5 Hauptkeywords.
2. Optimierte Meta-Tags: Jede Seite braucht einen einzigartigen Title-Tag (50-60 Zeichen) und eine Meta-Description (150-160 Zeichen). Diese werden in den Google-Suchergebnissen angezeigt.
Beispiel:
- Schlecht: "Startseite | Meine Website"
- Gut: "Webdesign München — Professionelle Websites ab 2.500€ | YB Digital"
3. Strukturierte Daten (Schema Markup): Das hilft Google, deine Inhalte besser zu verstehen. LocalBusiness, FAQs, Bewertungen — all das kannst du mit strukturierten Daten auszeichnen und bekommst dafür Rich Snippets in den Suchergebnissen.
4. Interne Verlinkung: Verlinke relevante Seiten innerhalb deiner Website. Das hilft Google, die Struktur zu verstehen und verteilt die "SEO-Power" auf alle Seiten.
5. Mobile-Optimierung und Geschwindigkeit: Wie oben bereits erwähnt — beides sind offizielle Google-Rankingfaktoren. Ohne mobile-friendly und schnelle Ladezeiten hast du keine Chance auf gute Rankings.
6. Content-Qualität: Google liebt hilfreiche, ausführliche Inhalte. Ein Blog mit praxisnahen Artikeln (wie dieser hier) hilft dir, für relevante Suchanfragen gefunden zu werden.
7. Sitemap und Robots.txt: Erstelle eine XML-Sitemap und reiche sie bei Google ein. Das hilft der Suchmaschine, alle deine Seiten zu finden und zu indexieren.
SEO ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Die Ergebnisse kommen nicht über Nacht — aber wenn du die Grundlagen richtig machst, wirst du langfristig immer mehr organischen Traffic bekommen.
Bei allen meinen Website-Projekten sind SEO-Grundlagen immer mit dabei — strukturierte Daten, optimierte Meta-Tags, technisches SEO. Denn eine Website, die niemand findet, ist verschwendetes Geld.
Bonus: Weitere häufige Fehler
Die oben genannten 5 Fehler sind die kritischsten — aber es gibt noch mehr, die Besucher vergraulen können:
Zu viel Text ohne Struktur: Endlose Textblöcke ohne Absätze, Zwischenüberschriften oder Listen wirken abschreckend. Menschen scannen Websites, sie lesen sie nicht Wort für Wort.
Schlechte Lesbarkeit: Zu kleine Schrift, zu wenig Kontrast (hellgrauer Text auf weißem Hintergrund), unleserliche Fonts.
Veraltetes Design: Eine Website, die aussieht wie aus 2010, signalisiert: "Dieses Unternehmen ist nicht mehr aktuell." Design-Trends ändern sich — deine Website sollte modern wirken.
Fehlende Kontaktinformationen: Wenn Besucher dich nicht einfach erreichen können, verlierst du Vertrauen. Telefonnummer, E-Mail, Kontaktformular — alles sollte leicht zu finden sein.
Rechtliche Mängel: Fehlendes oder unvollständiges Impressum, keine Datenschutzerklärung, kein Cookie-Banner — das ist nicht nur unfreundlich, sondern kann teuer werden (Abmahnungen).
Fazit: Kleine Fehler, große Wirkung
Die 5 Website-Fehler, die wir besprochen haben, sind extrem häufig — und extrem teuer. Jeder einzelne kostet dich täglich Besucher, Vertrauen und Umsatz. Die gute Nachricht: Sie lassen sich alle beheben.
Das Wichtigste nochmal zusammengefasst:
- Geschwindigkeit: Optimiere deine Ladezeit auf unter 3 Sekunden
- Mobile: Responsive Design ist ein Muss, kein Nice-to-have
- Navigation: Klare, intuitive Struktur — jeder soll finden, was er sucht
- Call-to-Action: Jede Seite braucht einen klaren nächsten Schritt
- SEO: Ohne Grundlagen-SEO findet dich niemand bei Google
Du musst nicht alles gleichzeitig anpacken. Starte mit dem größten Problem — meistens ist es die Geschwindigkeit oder die Mobile-Optimierung. Behebe das, miss die Ergebnisse (Bounce-Rate, Verweildauer, Conversions) und gehe dann den nächsten Punkt an.
Wenn du unsicher bist, wo du anfangen sollst, oder Unterstützung bei der Optimierung brauchst: Lass uns darüber sprechen. Ich analysiere deine Website kostenlos und zeige dir, welche Fehler dich am meisten Kunden kosten — und wie du sie behebst.
Deine Website sollte für dich arbeiten, nicht gegen dich. Behebe diese 5 Fehler, und du wirst sehen: Mehr Besucher bleiben länger, klicken mehr und werden zu Kunden.
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